Nordrhein-Westfälische Freiwassermeisterschaften 2017 in Haltern

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Einen Becher heißen Tee und einen dicken Mantel, mehr brauchte es nicht, um die sechs Schwimmer des TVE Greven am Samstag glücklich zu machen, als sie nach erfolgtem Rennen den Halterner Stausee verließen. Bei den Nordrhein-Westfälischen Freiwassermeisterschaften gingen sie in zwei Teams über die 3 x 1.250-Meter-Freistilstaffel an den Start. Für alle Sechs war es eine Premiere, im offenen Gewässer einen Wettkampf zu bestreiten.

Neben der geringen Wassertemperatur von nur 19 Grad - wie die meisten anderen Schwimmer gingen auch die Grevener Aktiven ohne Neoprenanzug an den Start - stellte sich die Orientierung auf dem bananenförmigen Kurs als besondere Herausforderung dar. Da es, im Gegensatz zum Schwimmen im Becken, weder gut sichtbare Leinen, noch einen Strich auf dem Boden gibt, musste immer wieder nach der nächsten Richtungsboje Ausschau gehalten und der eigene Kurs angepasst werden.

Speziell im Freiwasserschwimmen ist auch der Start, denn alle Schwimmer starten gleichzeitig im Pulk aus dem Wasser heraus. Diese Aufgabe hatten die Startschwimmer der beiden Staffeln, Jonathan Hildmann und Niels Albrecht zu bewältigen. Hildmann gelang es dabei etwas besser, sich im vorderen Feld der insgesamt 31 Mannschaften zu platzieren und blieb bis zum Ende seines Abschnittes vor Albrecht, der im Startgetümmel etwas mehr zu kämpfen hatte und in einer umkämpften Gruppe die Wechselzone erreichte.

Dort übergab er an Lena Schäpermeier, die sich auf die Verfolgung, unter anderem auch des ersten Grevener Teams, machte, für das jetzt Hannah Grabbe unterwegs war. Beide konnten ihre Schwimmstrecke ohne größere Schwierigkeiten hinter sich bringen und die Schlussschwimmer ins Rennen schicken.

Für das im Grevener Privatduell weiterhin führende Team machte sich Lars Zeggelaar auf, während die zweite Mannschaft Sophie Kroner ins Wasser schickte. Nach 1:00:53 Stunden überquerte Zeggelaar als 14. die Ziellinie, kurz darauf erreichte auch Kroner nach 1:04,19 Stunden Gesamtzeit auf Platz 19 das Ziel.

Nach einer heißen Dusche, warmen Getränken und in dicke Kleidung eingehüllt zeigte sich das Grevener Sextett glücklich mit den erzielten Ergebnisse. Ob es im nächsten Jahr zu einer Wiederholung oder gar zu einem Einzelstart über eine längere Distanz kommt, dazu wollten sich die sechs noch nicht äußern. Auszuschließen ist es aber nicht.

Betreut wurden die Grevener Schwimmer von Trainer Jan Kleimeier, der auch die spezielle Vorbereitung auf diesen Freiwasserwettkampf durchgeführt hatte.

von Jan Kleimeier
11.09.2017